Verfasst von: bletra | 12. Juni 2013

Wissenschafltiches Arbeiten in der Informatik (Teil 3 von 7): Literaturverzeichnis

Artikelserie:

  1. Einleitung
  2. Literaturrecherche
  3. Literaturverzeichnis (dieser Post)
  4. Gliederung
  5. Diskussion
  6. Abstrakt
  7. Feinschliff

Ihre Literaturrecherche hat Ihnen wertvolle Quellen geliefert, diese müssen Sie in einem Literaturverzeichnis aufführen. Sie müssen alle fremden Gedanken mit entsprechenden Quellen ausweisen, d.h. bei allen Textabschnitten/Argumenten/Abbildungen, die nicht von Ihnen originär stammen, fügen Sie einen Verweis hinzu und führen die Quelle im Literaturverzeichnis auf. Dies gilt auch für nicht kopierte, aber „nachgemalte“ Abbildungen. Spätestens seit diversen Plagiatsverfahren ist bekannt, welche Folgen fehlende Verweise haben können. Jede Behauptung und jedes Argument müssen Sie entweder aus Ihrer eigenen Arbeit ableiten oder mit entsprechender Literatur belegen.

Viele Hochschulen geben vor, wie das Literaturverzeichnis auszusehen hat, d.h. wie Bücher, Online-Quellen etc. zitiert werden müssen. Gibt es keine klaren Vorgaben, dann empfehle ich den Harvard Style oder den Style von IEEE. Die University of Queensland stellt auf der Seite Referencing Style Guides eine gute Darstellung verschiedener Styles (auch Harvard und IEEE) zur Verfügung.

Am besten, Sie legen sich gleich ein korrektes Literaturverzeichnis an. Wer mit Latex arbeitet, bekommt hierbei das Format geschenkt. Bei ACM Digital Library, IEEE Xplore oder CiteSeerX  können Sie als Export-Format BibTex wählen. Nun müssen Sie nur noch den entsprechenden Style (vgl. Übersicht Latex-Stildateien) einbinden. Abschließend sollten Sie  die Einträge der Vornamen prüfen (Vor- und Nachnamen werden teilweise unterschiedlich exportiert und müssen in den einzelnen Styles unterschiedlich angegeben werden).

Wichtig ist, dass Sie in das Literaturverzeichnis nur die Quellen aufnehmen, die Sie in Ihrem Text auch verwenden. Sie fügen also keine Quellen auf, die Sie nur zur Erarbeitung einer  Technologie verwendet haben. Auch dabei hilft Ihnen Latex, d.h. Sie können alle Quellen in der bibtex-Datei speichern und Latex übernimmt nur die in das Literaturverzeichnis Ihrer Thesis, die auch im Text referenziert werden.

Übrigens sind nicht alle Quellen, die Sie als PDF online finden auch als Online im Literaturverzeichnis aufzuführen. Einige dieser PDFs sind so in Konferenzbänden o.ä. veröffentlicht. Bei einem PDF, das die Form eines wissenschaftlichen Artikels zeigt, kann die Suche des Titels bei CiteSeerX sinnvoll sein. Eine URL eines Suchtreffers bei ACM ist ebenfalls keine Online-Quelle, sondern Sie müssen hier immer Konferenz/Journal/…, Autoren, Jahr, etc. im richtigen Format angeben.

In einem Literaturverzeichnis finden Sie häufig Kürzel der Art [Maier2013a], dies wird dann notwendig, wenn der Autor im gleichen Jahr mehrere Publikationen erstellt hat, die Sie in Ihrem Literaturverzeichnis aufführen. Wenn Sie innerhalb Ihrer Arbeit auf verschiedene Seitenzahlen derselben Publikation verweisen, so bleibt es dennoch derselbe Eintrag im Literaturverzeichnis — also keine mehrere Einträge, die mit a, b etc. ergänzt werden.

Mehr gibt es aus meiner Sicht zum Literaturverzeichnis nicht zu sagen, bzw. Details werden in den einzelnen Styles wie z.B. Harvard klar dargestellt.  Im nächsten Artikel gehe ich auf typische Gliederungen von Arbeiten in der Informatik ein.

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Responses

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